03.05.08 (CH) Ticino – Spring Sonic Festival

03.05.08
(CH) Ticino, Spring Sonic Festival
Geschrieben hat das der Dr.Hill

Jaja, es war mal wieder soweit. Man konnte letzte Nacht schon nicht schlafen, weil man am Tag darauf eine schöne kleine Ein- Tages-Tour unternimmt. Und diese ging nicht irgendwo hin. Nein! Wir waren in die Schweiz eingeladen, wo wir ein Konzert in einem Eisstadion zusammen mit STRIKE ANYWHERE spielen durften. Juhheee.
Wir packten also unseren Bus voll und auch unseren Merch-Guy Stefan alias Toretti ein. Der wurde zusammen mit dem Stefan alias Leis erstmal dazu verdonnert, vorne zu sitzen und uns zu chauffieren. Leis taugte die Rolle als Busfahrer so sehr, dass er die meiste Zeit fuhr. Naja, oder eher den Bus an seine Grenzen trieb. Denn eigentlich wäre Leis gerne ein Rennfahrer. Mit 179.3 km/h immer schön auf der linken Spur. Und wehe einer möchte überholen. Platz machen gibt’s nicht!
Wir hatten derweil eine Besprechung, in der es über alles Wichtige ging; was die nächsten Wochen und Monate auf uns zukommt wird. Es wurde gelacht, gescherzt aber auch heftig diskutiert. Aber am Ende kamen wir auf einen Nenner.
Währenddessen war Leis schön fleißig auf der linken Spur und dank Navi an der Österreichischen Grenze angekommen.
Wer Scab kennt merkt: …. Moment. Es ist noch nichts scabbisches passiert?!.. Ok! Das sollte jetzt passieren.
1. Die Schweizer Jahres Plakette: Roman hat eine neue Scheiben in den Bus einbauen lassen, weil man durch die andere wegen den ganzen anderen Plaketten nicht mehr richtig durchsehen konnte. Man könnte auch sagen, die Steinschläge waren Schuld. Jedenfalls hat der liebe Mechaniker das Stücken Scheibe mit der alten Plakette in viel Klebeband eingewickelt und für uns aufgehoben. Immerhin gilt die ja ein Jahr! Wir liefen also mit diesem Stück Scheibe zum Schalter. Der nette Herr gab uns aber keine neue Plakette, denn wir hatten die Rechnung der Werksatt nicht dabei. Also liebe Autofahrer, wieder was gelernt!! Wir scheißen einfach hart drauf und fahren weiter.
2. Bevor wir aber die Weiterfahrt antraten, kam der nächste Scabbische Moment. Oder sollte ich lieber sagen Fritzische Schräh. Denn Toretti hatte keinen Reisepass dabei um in die Schweiz einzureisen. Auch keinen normalen Personalausweis! Er konnte sich also Null ausweisen. Schön! Wir standen da und lachten, obwohl wir aber wussten, Toretti müsste an der Grenze übernachten, sollte er nicht reingelassen werden. So ein Fritz! Durch Zufall hatten wir noch Kopien der Reisepässe an Bord. Die waren noch von der Australien-Tour übrig geblieben. Wenigsten etwas Hoffnung.
An der Schweizer Grenze mogele ich uns alle durch. Wir freuen uns wie Schweizer Milchkühe auf der Weide. Jetzt darf wieder geheizt werden und wir kommen bald an unserem Zielort an.
Wir folgten den Schildern, denn nach dem Weg fragen ging nicht, da alle nur italienisch sprechen.
Dank einer guten Beschilderung des Festivals konnten wir nun endlich das Eisstadion sehen und wurden sogleich in den Backstage-Bereich gewunken. Den konnten wir diesmal sogar mit dem Bus befahren. Das erleichterte das Ausräumen enorm.
Die Bühne war schön groß und mit etlichen Boxen bepackt…wie es eben sein soll.
Man begrüßte die anderen Bands und auch unsere Schweiz Connection, den Ustle. Der war aber im Stress. Immerhin hatte er das ganze auf die Beine gestellt und 10000 Leute wollten ständig gleichzeitig was von ihm. Also gönnten wir uns erstmal einen Drink.
Toretti und Leis bauten derweil den Merch auf. Dann hieß es warten. Denn es spielten verschieden Bands auf diesem Indoorfestival.
Wir kamen bald dran und rockten alte und neue Songs. Schön war es zu sehen, wie bekannte Gesichter unsere Songs mitsangen.
Nach der Show warteten diese Schweizer Freunde dann auch auf uns, und gleich wurde wieder gescherzt und nur Müll gemacht. Ein Fan auf seinem Skateboard zeigte uns ständig seinen neusten Trick: Mit voller Wucht über die Stadionbande zu fliegen. Sehr unterhaltsam.
Strike Anywhere rockten als Headliner die Bühne.
Nachdem die Show vorbei war, verabschiedeten wir uns und fuhren zu unserer Unterkunft. Mit kaum Sprit merkten wir, dass der Weg doch länger dauert, als uns gesagt wurde.
Die Schweiz, die bekanntlich viele Berge hat, hat auch einige kleine Dörfer auf deren Gipfeln. Und genau zu eines dieser sollten wir noch fahren. Die Serpentinen gingen mal in die Schweiz mal nach Italien, sodass auf unseren Handys immer neue SMSs der Mobilfunkanbieter aufleuchteten. Insgesamt 40 Stück oder mehr.
Die Unterkunft war rustikal und die Decken niedrig. Was unserem Schlagzeuger sehr zu schaffen machte. Aber da müssen große Schlagzeuger durch.
Wir hatten einen angenehmen Schlaf (was bei manchen wohl am Schlaftrunk lag) und fuhren am nächsten Tag wieder Richtung Bayern. Was ziemlich langweilig war. In Romans Fall in etwa so:
11:00 Schweiz: eingepennt
17:00 Bayern: aufgewacht

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Kategorien: Reviews