30.10.08 30.10.08 Kassel, Nachthallen w/DIE HAPPY

30.10.08
Kassel, Nachthallen
Geschrieben hat das der Roman

Mal wieder viel zu Früh müssen wir alle aus den Betten. Das Hostel hat uns, wenn auch viel zu wenige, ruhige Stunden bereitet. Verzweifelt hab ich dann mit dem Ritz um 7:00 in der Früh noch Kaffee gesucht, was dann in der Küche geendet ist. Wir haben uns an einer, nicht mehr ganz so frischen, Instant Kaffee Box zu schaffen gemacht. Immerhin hatten wir das Gefühl, einen Kaffee getrunken zu haben.
Dann ging’s auch schon wieder in den Bus. Nachdem wir ja, wie schon gesagt, mit unserem Carlos (unser Bus), unterwegs waren, hatten wir leider nicht ganz so viel Platz, auch wenn das meiste in dem Anhänger verstaut war. Trotzdem hab ich mich mit dem Chris gleich mal in’s Cockpit gesetzt. Ich fahr, voraus gesetzt ich bin nicht zu müde, schon sehr gerne.

1. Ist das einer der besten Plätze im Bus
2. Geht die Zeit dann am schnellsten rum
3. Muss ich am Abend auf keinen fall fahren

Ja wir sind dann in Richtung Kassel aufgebrochen, das Wetter war allerdings alles andere als „fahrtauglich“. Ohne zu übertreiben kann man sagen, das war ein richtiger Schneesturm.
Das Navi hat uns dann angezeigt wir sollen ein riesiges Eck ausfahren. Wir sind aber lieber in Eisenach runter gefahren um den „direkten“ Weg zu nehmen. Wir hören ab sofort immer auf das Navi und nie wieder auf uns selbst. 2 Stunden lang mit Tempo 60 auf einer der Kurvenreichsten Strassen Deutschlands macht bei Schnee und Wind einfach nicht so viel Bock!

Kassel ist also der Nabel Deutschlands, das heisst es doch, oder? Wir sind erstmal zu unserem Hotel gefahren um die ganzen Taschen usw. los zu werden. Das war ein richtig geiles Hotel, da gab’s alles was man braucht, oder auch nicht braucht. Ich hab mir gleich mal das Zimmer mit Mischmeister Kraist geteilt.

Dann ging’s weiter zum Musiktheater, was sich in den „Nachthallen“ befinden sollte. Das haben wir, nachdem wir einen „mini, mini, mini“ Schotterweg entlang gefahren sind, auch gleich gefunden. Der Die Happy Bus stand auch schon da, also waren wir wohl richtig.

Verschiedene Menschen tun verschiedene Dinge beim ankommen. Der eine rennt wie ein blöder in’s „Catering“ der andere auf’s Klo und der Rest schaut sich erstmal die Location an.
Da gab es aber auch einiges. Der Konzertsaal, also das Musiktheater war, ich übertreibe jetzt nicht, schon eine der geilsten Hallen die wir bis jetzt mit unserer Band spielen durften. Eine riesen Bühne, eine Traum Akustik und eine tolle Deko! Vom Saal zum Catering brauchte man, ohne Scheiss, gefühlte 5 Minuten zum Catering. Was sich aber durchaus lohnte. Mit das beste Essen auf der Tour hatten wir dem St. Pauli Koch zu verdanken!

Nach essen, trinken, schlafen, surfen waren wir dann mit dem Soundcheck dran. Da muss ich an dieser Stelle dem Die Happy Team auch mal ein Kompliment aussprechen. Wir durften jeden Abend so lang Sound checken wie wir wollten! Das ist als Support eigentlich nicht normal. Ich denke da an den „No Use“ Support in Wien, da hatten wir ganze 10 Minuten. Also Danke!

Das Konzert war diesmal schon ein wenig lockerer als gestern. Wir waren schon viel besser im Tourfeeling drin und es fiel uns allen wirklich nicht schwer zu rocken. Das Publikum war anfangs leider ein bisschen lahm. Zumindest dafür, dass sie der Nabel Deutschlands sind!

Aber dann schafften wir es doch alle noch zum schreien und mitsingen zu animieren. So eine Art von Bestätigung ist doch was tolles.
Nach dem Konzert, ihr müsst wissen wir haben leider keine 44 Stagehands dabei, müssen wir unser Zeig immer ganz schnell wegräumen. Diesmal mussten wir es aber nicht durch den ganzen Saal schleppen, puh! Nach getaner Arbeit kommt der andere Teil des Abends, das feiern. Wir hatten den absolut besten Platz im ganzen Saal, denn vom Backstage aus, der im 1.Stock lag, konnte man über alle drüber sehen, das machte diese Halle so umwerfend für uns.

Die Happy hab ich mir dieses mal nicht ganz angesehen, da an unserem Stand lauter Autogramm Jäger waren. Das waren so richtige Profis. Der eine hatte in seinem Buch ein Autogramm von Michael Jackson. Wie krass! Der Thorsten von Die Happy hat mir noch erzählt wie man solche Profi-Autogrammjäger sofort erkennt. Das liegt wohl an dem blauen Edding. Weil blaue Eddinge bleichen nicht aus.
Blaue Scaber allerdings schon! Ah das war das Stichwort. Wir haben noch richtig lange gefeiert mit den Jungs und der Crew. Ich weiss gar nicht genau wie lang. Auf einmal klingelt nämlich der Wecker, ich lieg im Hotel und denk mir: „Wie? – Das soll die Nacht gewesen sein“?

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Kategorien: Reviews